vierte Sohle

Sohlen werden bei der Ausrichtung einer Lagerstätte mittels Schächten im Tiefbau aufgefahren. Die Sohlen eines Bergwerkes stellen im übertragenen Sinne einzelne Stockwerke dar, mit denen das Gebirge unterteilt wird. Der Vorteil der Ausrichtung mittels Sohlen gegenüber Ausrichtung mittels Stollen ist, dass man die seigeren Abstände der Sohlen untereinander nach technischem Ermessen bestimmen kann.[2] So haben beispielsweise im Ruhrbergbau die Sohlen untereinander einen Abstand von 200 bis 400 Metern.[3] Es können durch die einzelnen Sohlen Abschnitte in der Lagerstätte erstellt werden, die dem Abbau der Lagerstätte, der Förderung, der Bewetterung und der Wasserhaltung dienen.[3] Auf jeder Sohle gibt es ein Hauptstreckennetz, das unterteilt ist in Strecken und Querschläge.[2] Man unterscheidet zwischen Einsohlenbau und Mehrsohlenbau.[4] Beim Mehrsohlenbau sind immer mindestens zwei Sohlen im Betrieb, eine Fördersohle und eine Wettersohle.[2] Als Wettersohle dient dabei immer die obere Sohle.[3] Der Gebirgskörper, der sich zwischen zwei Sohlen im Bereich eines Querschlags befindet, wird als Querschlagabteilung bezeichnet. Voraussetzung ist dabei, dass der im Gebirgskörper vorhandene Mineralvorrat von dem gleichen Querschlag aus gelöst und abgefördert wird.[2] Sohlen werden oftmals ihrer Aufgabe entsprechend bezeichnet. Neben der Förder- und der Wettersohle gibt es auch die zum Zweck des Abbaus der Lagerstätte bestimmte Bausohle oder Abbausohle. Als Maschinensohle oder Sumpfsohle bezeichnet man die Sohle, auf der das Grubenwasser gesammelt wird. Als Mittelsohle oder Teilsohle bezeichnet man Sohlen, die zwischen den Hauptsohlen angelegt werden.


Datum: 2015-11-04
Kamera: Canon 5D MII
Optik: 24-105 L IS
Ort: Lennestadt, Bergbaumuseum Siciliaschacht

Schlagworte:
Situationen
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